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Hochwasser in Dublin: Verbesserung der Infrastruktur entscheidend

Am Montag, den 24. Oktober wurde Irlands Ostküste von starken Regenfällen getroffen. Innerhalb von drei Stunden fielen 85 mm Regenwasser, was normalerweise einer Regenmenge über einen Zeitraum von mehr als drei Tagen entspricht. Dabei sind die beiden durch Dublin fließenden Flüsse Dodder und Camac über die Ufer getreten. Der Dubliner Stadtrat, FRC Partner, hatte seinen Notfallplan aktiviert um die Stadt zu schützen. Daraufhin war das Raum für den Fluss Programmdirektorat sehr interessiert daran von diesem Notfallplan zu hören und lud daher den Dubliner Stadtrat für einen Expertenvortrag nach Holland ein. Am 22. November kam Tom Leahy, leitender Technischer Direktor des Dubliner Städterats gerne dieser Einladung nach und teilte seine Erfahrungen.

Aufgrund der starken Regenfälle wurden zwei Hauptverkehrstrassen, sowie viele Häuser und Dublins größtes Einkaufszentrum unter Wasser gesetzt, zwei Personen ertranken in den Fluten. „Drei große Flüsse, die durch die Stadt fließen, sowie viele kleine unterirdische Flüsse tragen dazu bei, dass Dublin einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist“ sagte Leahy. „Wir sind viel Regen gewöhnt, jedoch haben Klimawandel, Stürme und Gezeitenströmungen zunehmend extreme Wetterereignisse hervorgerufen. Da immer mehr Häuser gebaut werden, kann das Wasser nirgendwo mehr abfließen.“

„Am 24. Oktober regnete es von 16:00 Uhr an unterbrochen“, was Leahy durch eine graphische Darstellung demonstrierte. “Der Stadtrat, die Feuerwehr und die Armee lieferten zusätzliche Hilfskräfte und Material. Für ältere Menschen und denjenigen, die in Ihren Autos und in unterirdischen Parkplätzen festsaßen wurde Hilfe geleistet“

Was hat Dublin gelernt?

„Unerwartete heftige Regenfälle werden auch weiterhin eine einzigartige Herausforderung für Dublin sein“ so Leahy. „ Die 200 Jahre alte Infrastruktur muss erneuert werden, um die Straßen bei großen Wasserfluten besser zu entlasten. Des Weiteren, sollten Gärten nicht mit Beton sondern mit Rasen angelegt werden. Im Rahmen des FRC Projektes schaffen wir bereits mehr Platz für Flüsse und Regenwasser. Ebenfalls entwerfen wir gerade Risikopläne und Empfehlungen um bestehende Gebäude belastbarer für Hochwasser zu machen. Dublin entwickelt eine intelligente Technologie für Frühwarnsysteme und wird weiterhin eng mit dem MET ÉIREANN (Irischer Wetterdienst) zusammen arbeiten.

Quelle: www.dublincity.ie und BBC News Europe

Abbildung 1 und 2: Hochwasser in den Straßen von Dublin, zur Verfügung gestellt von Christina Erasmus

 
 
in the spotlight
 
In order to give more ‘room for the river’ and avoid future flooding, in the Dutch city of Nijmegen the dike at Lent along the river Waal will be replaced 350 meters land inwards, leaving an island in the middle of the river.
 
 
 
 
By providing more space for water around Dutch rivers, flood risks will be reduced. That’s what the program Room for the River is about.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
last update: Thursday, 26 April 2012